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    Kirche Beatenberg / Foto Lukas Stettler

    „Im Namen Gottes des Allmächtigen!“

    Lukas Stettler

    Liebe Leserin, lieber Leser, bei der Recherche für diese Kolumne bin ich auf einen sehr tiefgründigen und weitsichtigen Text gestossen. Damit Sie nicht auf den ersten Blick erraten, woher er stammt, musste ich ein paar Schlüsselwörter auslassen und die Sätze etwas umstellen, damit sie besser lesbar sind. Ob sie dennoch erahnen, wo ich den Text gefunden habe?

    Wir stehen in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung. Wir sind bestrebt, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken. Wir wollen in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung unsere Vielfalt in der Einheit leben. Wir sind uns der gemeinsamen Errungenschaften bewusst und auch der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen. Für uns ist es selbstverständlich, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen.

    Diese Sätze stehen sinngemäss in der Präambel der schweizerischen Bundesverfassung. Jedes Jahr am 1. August wird der Abschluss des Bundesbriefs und damit der Anfang des eidgenössischen Staatenbunds von 1291 gefeiert. Die Gründung des heutigen Bundesstaates und der Bundesverfassung jährt sich in diesem Jahr zum 170. Mal. Aber erst seit knapp 20 Jahren beginnt die Bundesverfassung mit der Präambel in der derzeitigen Form, nämlich seit dem historischen Datum des 1. Januar 2000, als die revidierte Bundesverfassung in Kraft trat. Bis zu diesem Datum galt die Fassung von 1874, die als Einleitung nur die Anrufung Gottes des Allmächtigen beinhaltete. Der Autor der Präambel ist der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg.

    Ich finde, dass wir stolz darauf sein dürfen, dass wir ein derart sinnstiftendes und wegweisendes Vorwort in unserer Verfassung haben! Diese Sätze erinnern uns daran, dass die umfassendste Verfassung und das gerechteste Gesetz ihre Kraft nur dann entfalten können, wenn alle voll dahinterstehen. Erst durch unsern Einsatz und unser Bestreben wird aus nüchternen Paragraphen eine gute Bundesverfassung, die als Basis für ein friedliches und zukunftweisendes Zusammenleben taugt. Nur wenn wir uns stark machen für die angeführten Grundwerte, wird es uns auch gelingen, diese für die Zukunft zu erhalten.

    Wenn wir also in den vergangenen Tagen 1. August gefeiert haben, haben wir uns an die Gründung des Bundesstaates und an die damit verbundenen Errungenschaften erinnert. Nutzen wir doch diese Feier, um uns darauf zu besinnen, auf welcher Basis friedliches Zusammenleben aufbaut.

    Zwei Grundwerte, die im Alltagslärm gerne vergessen werden, möchte ich besonders hervorheben:

    1. Wir wollen in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung unsere Vielfalt in der Einheit leben.

    2. Die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen.



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