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    Kirche Beatenberg / Foto: Christine Aellig Stettler



    Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

    Offenbarung 21,6

    Lukas Stettler

    Die Jahreslosung 2018 steht im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung. Diese erzählt von den letzten Dingen. In Kapitel 21 wird beschrieben, wie Gott alles neu machen wird.
    "Gott wird dann bei den Menschen wohnen und sie werden seine Völker sein. Und abwischen wird er jede Träne von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid, kein Geschrei und keine Mühlsal wird mehr sein." Und dann wird Gott sprechen: "Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst."

    Das Buch der Offenbarung wirft knifflige Fragen auf. Ist es zum Beispiel so, dass Gott bereits im Hier und Jetzt den Durstigen von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst geben will, oder wird dies erst in der neuen Welt gelten? Wenn man nur die Offenbarung und die Jahreslosung betrachtet, trifft das Zweite zu. Der Vers kann deshalb die Sehnsucht nach diesen letzten Dingen wecken und zu einer Abkehr von unserer Welt verleiten. Die Sehnsucht nach einer heilen Welt ohne Leid ist bestimmt nicht verkehrt. Allerdings stellt sich die Frage, ob unsere Welt besser wird, wenn wir uns aus ihr zurückziehen und die Neuschöpfung herbeisehnen. Diese Frage stellt sich aus Sicht der Offenbarung insofern nicht, als sie unsere Welt bereits aufgegeben hat.

    Hierzu muss aber betont werden, dass die Offenbarung innerhalb der Bibel eine extreme Position einnimmt. Es gibt in der Bibel Texte, die genau in die entgegengesetzte Richtung zielen. So überbrachte zum Beispiel der Prophet Jesaja den Israeliten im babylonischen Exil folgende Botschaft: Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen.

    Diese Verheissung hat den Menschen in der Fremde die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr gebracht, es war keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern die Verheissung baldiger Besserung im Diesseits.

    In den neutestamentlichen Evangelien wird Jesus Christus als der Brückenbauer zwischen Diesseits und Jenseits beschrieben. Als Mensch in unsere Welt hineingeboren, hat er sich den Menschen und unserer Welt ganz zugewendet. Er hat damit Zeugnis abgelegt für Gottes unergründliche Liebe zu unserer Welt und uns Menschen. Gott selbst hat sich in Jesus Christus unserer Welt zugekehrt. Auch wir sollen uns in der Nachfolge der Welt und den Menschen zuwenden.

    Gleichzeitig weist aber Jesus Christus als Brückenbauer zwischen Diesseits und Jenseits auch über unsere Welt hinaus. Im Johannesevangelium spricht Jesus zur samaritanischen Frau am Brunnen:

    „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen;
    wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.“

    Es ist wichtig, dass wir Diesseits und Jenseits nicht gegeneinander ausspielen. Jesus Christus ist in unsere Welt gekommen um uns Menschen in dieser Welt Wasser zu geben. Dieses Wasser wiederum verweist über den Horizont unserer Welt hinaus, denn es wird zur Quelle, die ewiges Leben schenkt.

    Liebe Leserin, lieber Leser, wir wünschen Ihnen, dass Sie im kommenden Jahr aus dem Vollen schöpfen können. Möge Gott als Quelle lebendigen Wassers im Diesseits für Sie erfahrbar und wirksam werden und gleichzeitig zur Quelle werden, die ewiges Leben umsonst schenkt. In dem Sinne wünschen wir Ihnen ein gesegnetes, neues Jahr.



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