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    500 Jahre Reformation

    Martin Luthers Tischreden

    Lukas Stettler

    Offensichtlich hat sich Martin Luther an reich gedeckten Tafeln besonders gerne zu alltäglichen und kirchlichen Dingen geäussert. Diese sogenannten Tischreden wurden von seinen Tischnachbarn notiert und gesammelt.

    Ich zitiere aus einer sogenannten Tischrede über das Predigen:

    „Eines guten Redners Amt oder Merkzeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten hört und meint, es werde erst kommen. Wenn man ihn aber mit Überdruss hört und das Ende der Rede erwartet, das ist ein böses Zeichen. So ist es auch mit einem Prediger. Wenn man sagt: Ich hätte noch wohl länger zuhören mögen, so ist’s gut; Wenn man aber sagt: Er war in das Schwätzen gekommen, und konnte nimmermehr aufhören, so ist’s ein böses Zeichen.“

    Martin Luther über die Glaubensfreiheit und Gewaltverzicht

    Immer wieder hat Martin Luther betont, dass ein freier Christenmensch auf Gewalt verzichten muss. Seine Waffe ist nicht das Schwert sondern das Wort Gottes. Ich zitiere nachfolgend aus einer Predigt, die Luther 1522 während der Fastenzeit in Wittenberg gehalten hat:

    „Predigen soll man das Evangelium und verkündigen und schreiben. Doch soll man niemanden an den Haaren davonziehen oder –reissen… Denn Gott soll man’s anheimgeben und sein Wort allein wirken lassen, nicht unser Zutun und Werk. Warum? Weil ich in meiner Gewalt oder Hand die Herzen der Menschen nicht habe, wie der Töpfer den Ton. Ich kann nicht weiter kommen, als zu den Ohren, ins Herz kann ich nicht kommen.
    Weil ich denn den Glauben nicht ins Herz giessen kann, so soll ich niemanden dazu zwingen oder dringen. Denn Gott alleine tut das und macht, dass das Wort im Herzen lebt. Darum sollen wir das Wort frei lassen und nicht unser Werk dazu tun.


    Liebe Leserin, lieber Leser, mögen die Worte Luthers auch heute noch auf offene Ohren treffen und bis in unsere Herzen vordringen, damit auch wir uns für Glaubensfreiheit und Gewaltverzicht stark machen.



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