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    „Suche Frieden und jage ihm nach!“

    Lukas Stettler

    Die biblische Jahreslosung für das Jahr 2019 steht in Psalm 34, 15. Wenn wir die Jahreslosung den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen gegenüberstellen, gleicht sie einer Person, die gegen den Strom schwimmt. Die Losung macht deutlich, dass viel Ausdauer und Einsatzbereitschaft braucht, wer Frieden sucht. Anhand zweier Kurzgeschichten möchte ich dazu ermutigen, Frieden zu suchen und ihm nach zu jagen.

    Wie spielt man Frieden?

    Der russische Schriftsteller Marschak beobachtete einmal Kinder beim Spiel. "Was spielt ihr?" fragte er sie. "Wir spielen Krieg", antworteten ihm die Kinder. Daraufhin erklärte ihnen der Schriftsteller: "Wie kann man nur Krieg spielen! Ihr Wißt doch sicher, wie schlimm Krieg ist. Ihr solltet lieber Frieden spielen." "Das ist eine gute Idee", sagten die Kinder. Dann Schweigen, Beratung, Tuscheln, wieder Schweigen. Da trat ein Kind vor und fragte: "Grossväterchen, wie spielt man Frieden?"


    Ganz offensichtlich sind nicht nur die Kinder aus der Kurz-Geschichte von Willi Hoffsümmer überfordert mit der Frage, wie man Frieden spielen soll. Wenn wir die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen betrachten, wird deutlich, dass die momentanen politischen und militärischen Machthaber sich sehr schwer tun mit der Frage, wie man Frieden spielen soll. Vielleicht könnte sie eine weitere Geschichte von Willi Hoffsümmer auf die richtige Fährte führen:

    Die beiden Fuhrleute

    Johann Peter Hebel

    Zwei Fuhrleute begegneten einander in einem Hohlwege, und es war nicht leicht, wie der eine dem andern ausweichen sollte. "Fahre mir aus dem Wege!", rief der eine. "Ei, so fahre du mir aus dem Wege!", rief der andere. "Ich will nicht!", sagte der eine. "Und ich brauche nicht!", sagte der andere, und weil keiner nachgab, kam es zu einem heftigen Zank und zu Scheltworten.
    "Höre du", sagte endlich der erste, "jetzt frage ich dich zum letzten Mal, willst du mir aus dem Wege fahren oder nicht? Tust du's nicht, so mache ich's mit dir, wie ich's heute schon mit einem andern gemacht habe." Das schien dem zweiten doch eine bedenkliche Drohung. "Nun", sagte er, "so hilf mit wenigstens, deinen Wagen ein wenig beiseite schieben, ich habe ja sonst nicht Platz, um mit dem meinigen auszuweichen." Das ließ sich der erste gefallen, und in wenigen Minuten war die Ursache des Streites beseitigt. Ehe sie schieden, fasste sich der, der aus dem Wege gefahren war, noch einmal ein Herz und sagte zu dem andern: "Höre, du drohtest doch, du wolltest es mit mir machen, wie du es heute schon mit einem gemacht hättest; sage mir doch, wie hast du es mit dem gemacht?" "Ja, denke dir", sagte der andere," der Grobian wollte mit nicht aus dem Wege fahren, da - fuhr ich ihm aus dem Wege!"

    Liebe Leserin, lieber Leser,
    die Jahreslosung macht deutlich, dass Frieden nicht etwas starres und unbewegliches ist.

    „Suche Frieden und jage ihm nach!“
    Wer Frieden sucht muss in Bewegung bleiben und ihm nachjagen. Möge die Jahreslosung uns alle in Bewegung setzen und hin zum einem friedlichen Miteinander. In dem Sinne wünschen wir allen ein gutes und friedliches neues Jahr.


    Lukas und Christine Stettler-Aellig







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