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    Kirche Beatenberg / Foto: Christine Aellig Stettler



    Zukunft

    Leittext zur Konfzeitung 2018 Lukas Stettler

    Wie praktisch wäre es doch, Prophetin oder Prophet zu sein und die Zukunft voraussagen zu können! Bei der Lotterie oder an der Börse liesse sich mit dieser Gabe viel Geld verdienen. Doch erstens kommt es häufig anders und zweitens als man denkt. So hat der Schriftsteller Mark Twain mal mit einem Augenzwinkern festgestellt, was wir eigentlich alle wissen: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

    Aber wie steht es mit den biblischen Propheten? Steht ihr Name nicht genau dafür, dass Sie die Zukunft voraussagen konnten? Die Antwort heisst nein. Bei den biblischen Propheten stand nicht die Weissagung im Vordergrund. Vielmehr wurden die biblischen Propheten von Gott dazu berufen, den Königen und den Mächtigen ihrer Zeit den Spiegel vorzuhalten und sie daran zu erinnern, dass sie mit ihrem Tun und Lassen grossen Einfluss auf die Zukunft des ganzen Volkes haben.

    Die biblischen Propheten hatten die undankbare Aufgabe die Machthaber daran zu erinnern, dass es nur einen guten Nährboden für eine friedvolle Zukunft gibt, nämlich Gerechtigkeit.
    Und genau dies ist aus biblischer Sicht die Aufgabe der Machthaber, für Gerechtigkeit einzustehen und dem Volk zu dienen. Und die Propheten haben die Machthaber an diese Aufgabe erinnert.


    Einen König haben wir in unserem Land nicht, aber Menschen, die nach der Macht streben, gibt es auch bei uns viele. Was sind ihre Ziele, welche Zukunft bereiten sie mit ihrem Machtstreben? Wollen sie eine gute Zukunft für alle, oder geht es nur um das eigene Wohl?


    Aus biblischer Sicht ist Jesus Christus der wichtigste Prophet. Das besondere an seiner Botschaft ist die Tatsache, dass er sich nicht nur an die Mächtigen gerichtet hat, sondern alle Menschen dazu eingeladen hat, die Zukunft mitzugestalten. In seiner Antrittspredigt in Nazareth hat er eine Stelle aus dem Buch des Propheten Jesaja zitiert, wo es heisst:

    „Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen das Evangelium zu verkündigen. Er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit und Blinden das Augenlicht zu verkündigen, Geknechtete in die Freiheit zu entlassen.“ Lukasevangelium Kapitel 4, 18


    Zeichenhaft hat Jesus vorgelebt, was er gepredigt hat. Er hatte keine Berührungsängste, sondern suchte gezielt die Begegnung mit Menschen, die am Rande der Gesellschaft lebten. Er hat ihnen die Menschenwürde zugesprochen und sie zurück ins Boot der Gesellschaft geholt. Und Jesus lädt uns alle ein, ebenso zu leben. Wo dies geschieht, wird das Reich Gottes sichtbar, mitten in unserer Welt.

    Jesus hat über das Gottesreich in Gleichnissen gesprochen. Im 4. Kapitel des Markusevangeliums können wir nachlesen, wie Jesus dass Reich Gottes mit einem Senfkorn vergleicht:

    „Es ist wie ein Senfkorn, das kleinste unter allen Samenkörnern auf Erden, das in die Erde gesät wird. Ist es gesät, geht es auf und wird grösser als alle anderen Gewächse und treibt so grosse Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“


    Liebe Leserin, lieber Leser, wir alle sind eingeladen, auch unseren Senf dazuzugeben, damit eine friedvolle Zukunft für alle heranwachsen kann. Zutaten dafür sind die gelebte Nächsten- und Feindesliebe.

    Kirche Beatenberg / Foto: Christine Aellig Stettler



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